Kirche

27 Juli 2020

An diesem Tag ist der Hochaltar mit Maschineller Hilfe abgebrochen worden.

18 Juli 2020

Die Arbeiten zum Umbau unserer Kapelle haben begonnen.

Das Mobilar aus dem Kirchenschiff sowie der Fußboden wurden aus dem Kirchenschiff entfernt.

2020

Das Dorf Hohehaus mit etwa 200 Einwohnern ist ein Ortsteil der Stadt Marienmünster. Im Dorf gibt es zur Zeit die Gaststätte Karlheim als einzigen Treffpunkt für Versammlungen, Familienfeiern, Aktivitäten der Vereine und Gruppen. Mit der Schließung der Gaststätte, die altersbedingt in den nächsten 2 Jahren zu erwarten ist, stehen auch die Räumlichkeiten dem Dorfleben nicht mehr zur Verfügung.

Die Dorfkirche wurde vor etwa 70 Jahren unter großem Einsatz der Bürger als Ersatz für die baufällig gewordene Kirche aus dem 19. Jahrhundert erbaut. Bedingt durch den Wandel in Kirche und Gesellschaft findet nur etwa einmal im Monat eine Heilige Messe statt. Weitere größere Gottesdienste im Jahresablauf sind, Patronatsfest, Schützenmesse, Beerdigungen, Taufen etc. Wöchentlich trifft sich ein Gebetskreis. Unter dem Motto „Wir beleben die Kirche im Dorf“ hat sich die Dorfgemeinschaft vorgenommen, das Gebäude im Ortskern nicht verfallen zu lassen und die Räumlichkeiten sinnvoll zu beleben.
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Das ist unser Ziel

In einer Dorfversammlung wurde das geplante Projekt gemeinsam geplant und einstimmig verabschiedet. Die angedachte Lösung der Dorfgemeinschaft sieht eine neuartige flexible Nutzung des Kirchengebäudes vor.

Der Altarraum und Gemeinschaftsraum soll durch einen beweglichen Raumteiler getrennt werden, was den sakralen Charakter des Gotteshauses bewahrt.

Der dann entstandene Gemeinschaftsraum hat ca. 100 m² und soll durch eine Deckenabhängung und Bodenisolierung energieeffizienter werden. Im Eingangsbereich wird ein Windfang installiert, von dem voraussichtlich linker Hand eine Küchenzeile sowie sanitäre Anlagen und rechter Hand ein Stuhllager/Magazin erschlossen werden. Es wird überlegt, den großen Raum eventuell durch eine weitere flexible Abtrennung für kleinere Gruppen optimal zu erschließen. Der Gemeinschaftsraum ist über den jetzigen Kircheneingang zu erreichen. Eine flexible Metallrampe ist dauerhaft vorhanden.

Des Weiteren wird der sakrale Raum des Gebäudes durch einen zusätzlichen barrierefreien Eingang an der Seite (derzeit Sakristei) separat zugänglich. Durch einige Umbauarbeiten kann die kirchliche Nutzung für kleine Gruppen optimiert werden. Durch die Öffnung der Trennwände jedoch ist der gesamte Raum kirchlich weiterhin nutzbar. Hier können also wie gewohnt Gottesdienste in unterschiedlichen Größen gefeiert werden. Der zugehörige Licht-hof bleibt in der Funktion erhalten.

Prototyp für die Region: Die Zukunft vieler Kirchengebäude im Kreis ist aufgrund der stark zurückgehenden Nutzung ungewiss. Hier werden ein Umdenken und eine Umnutzung notwendig, um die großen Gebäude im Dorf nicht dem Verfall preiszugeben, sondern mit Leben zu füllen. Zudem stellt die flexible Nutzung des Kirchengebäudes eine überregional bedeutende Innovation dar. Denn hier wird das Gotteshaus nicht geschlossen, sondern erhält ihre Berechtigung für die großen und kleinen kirchlichen Feierlichkeiten als auch einen Ort für Gemeinschaft des Dorfes und der Region. Das LEADER-Projekt kann somit Anregung und Modell sein, Dorfgemeinschaften auf sozialer und gemeinschaftlicher Ebene zusammenzuführen.
Das ist unser Weg

Juni 2019: positiver Beschluss der LAG
Dezember 2019: Einreichung des Antrags bei der Bezirksregierung
März 2020: Erteilung des vorzeitigen Maßnahmebeginns
April 2020: Zuwendungsbescheid

In Umsetzung

Fördersumme:
97.500 €

Laufzeit:
18 Monate
März 2020 – Okotober 2021

Projektträger:
Kirchengemeinde St. Jakobus Marienmünster
Johannes Potthast
Hohehaus 8
37696 Marienmünster-Hohehaus

2009

Außenansicht

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Außenansicht Seite

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Außenansicht Front

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Außenansicht Front – Bild

Innenansicht

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Innenansicht

Die Seitenaltäre

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Marienaltar

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St. Michaels-Altar

Der Hauptaltar

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Über dem Altar thront der lehrende Christus. Rechts und links von ihm sind Bildnisse von St. Josef und St. Antonius zu sehen, dessen Statuen auf dem Altar der alten Dorfkirche standen.

1989

Elektrisches Kirchengeläut

Am 14. Mai ruft zum ersten mal die Glocke unserer Kirche elektrisch zum Gebet. (Betglocke) Bisher wurde dies in vorbildlicher Weise von Cäcilia Rheker Nr. 5 unendgeldlich ausgeübt.

1986

Neue Zuwegung

Der Teerweg vor unserer Kapellebedurfte einer Erneuerung . Man entschloss sich für ein Verbundsteinpflaster. Aus Kostenersparnis geschah dies wieder in Eigenleistung.

1983

Die Anschlagtafel für Lieder der heiligen Messe, wurde von einem elektrischen Bilderwerfer abgelöst.

1985

Neuer Außenanstrich

Nachdem die Sakristei in Eigenleistung von außen gegen Feuchtigkeit versiegelt und verputzt war, wurde die Kapelle gestrichen.

Neue Weihnachtskrippe

Die Hohehäuser waren ganz überrascht als zum Weihnachtsfest eine neue Krippe den Altar zierte. Pater Hubert lüftete dann das Geheimnis und dankte den Geschwistern Wilhelmine und Johanna Müller Nr. 18 für ihre Stiftung.

1982

Der erhöhte Chorraum war durch den aufgefüllten Boden sehr feucht. Da nun der Putz bis auf etwa einen halben Meter abblätterte musste etwas geschehen. Unter der Leitung von Werner Gröne wurde der alte Putz abgeschlagen, Löcher gebohrt und diese mit einer Isolierung versiegelt. Nachdem die Wandbereiche neu verputzt waren, wurden der gesamte Chorraum und die Sakristei neu gestrichen. In einem Zug wurde die Wasserleitung innen und außen neu verlegt. Nach Fertigstellung aller Arbeiten reinigten einige Frauen des Ortes gründlich unsere Kapelle. Als Dank wurden alle für ihren freiwilligen Einsatz zum Umtrunk in die Gaststätte Karlheim geladen.

1980

Am 1. Februar kaufte die Kapellengemeinde Hohehaus Sitzpolster für die Bänke in der Kapelle

Mitte der 70er Jahre

Die Wände und die Decke bekamen durch Malermeister Struck aus Vörden einen neuen Anstrich.

1969

Die Rinker-Öfen werden durch Elektrospeicheröfen ersetzt.

In diesem Jahr war man der Ansicht, dass die heilige Messe besser miteinander gefeiert werden könnte, wenn der Priester mit dem Gesicht dem Volke zugewandt ist. Um keine bauliche Veränderung vornehmen zu müssen, stellte man im Altarraum einen zweiten Altartisch auf.

1968

In diesem Jahr wurde der Kirchplatz durch Landschaftsgärtner Rudolf Stamm aus Bödexen gestaltet.

Oktober 1958

Unsere Kapelle erhielt den Außenputz durch Maurer Franz Karlheim.

Das Bild der Schutzmantelmadonna auf der Giebelfläche erstellte der Kunstmaler Spieß aus Iserlohn.

Weitere Bänke wurden von den Brüdern Friederich und August Multhaup hergestellt. Diese hatten auch die Türen der Kapelle gefertigt.

Juni 1956

Da 1953 noch nicht alle Arbeiten beendet waren, bekam unsere Kapelle erst im Juni 1956 ihre Innenausstattung.

Der Kunstmaler Eckersdorf aus Meschede führte die Wandmalereien aus (Freskomalerei mit Mosaik).

Die Anstricharbeiten der Wände und Decken übernahm Malermeister Struck aus Vörden.

Winter 1956/1957

Auf diesen Bildern sieht man die alte Kapelle im Vordergrund. Hinten kann man die neue Kapelle erkennen.

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Unsere alte Kapelle wurde im Winterhalbjahr 1956/57 abgebrochen. Da die Kapelle zum Teil auf der Kreisstraße stand, gab der Kreis eine Abbruchhilfe von 200 DM. Die Steine fanden Verwendung beim Wirtschaftswegebau von Telmes Weg. Der hierfür in Rechnung gestellte Betrag plus der Abbruchhilfe vom Kreis diente der Anschaffung 2er Rinker Elektro-Heizgeräte für unsere neue Kirche. Diese wurden im März 1957 in Betrieb genommen.

2. Juli 1953

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Auf Maria Heimsuchung wurde die Kapelle durch Kardinal Lorenz Jäger eingeweiht. Nach der Konsekration wurde das Allerheiligste von der Alten Kapelle in die neue Kirche geleitet und die erste Messe vom Kardinal gehalten.

Seit diesem Tag wird das Patronatsfest nicht mehr am 05. August Maria Schnee gefeiert, sondern an dem Samstag, der dem 2. Juli Maria Heimsuchung folgt.

Frühjahr 1953

Leider fehlen ab hier die genauen Aufzeichnugen über den Werdegang der Hohehäuser Kapelle. Es wurde zwar fleißig weitergearbeitet, doch durch Verzögerungen in den Materiallieferungen konnte der Termin der Fertigstellung, Christi Himmelfahrt 1953, nicht eingehalten werden. Fenster lieferte die Firma Peters und Kommunionbänke kamen von der Firma Schmitz aus Neuenheerse.

Winter 1952-1953

Die Arbeiten ruhten. Nur die Decke wurde unter Aufsicht des Stellmachers Friederich Multhaup durch freiwillige Helfer in das Gebäude eingezogen.

3. Oktober 1952

Heute wurde mit dem Innenputz begonnen.

September 1952

Die Dachdecker vollendeten die Eindeckung des Turms. Aufgrund von Lieferproblemen von Steinen mussten die Maurer nach Vollendung des Südgiebels und der Bögen des Lichthofes ihre Arbeiten wieder einstellen.

26. August 1952

Die Maurer nahmen wieder ihre Arbeit am Südgiebel auf und Sandsteine für Tür und Rundfenster trafen ein.

25. August 1952

Das Turmkreuz war inzwischen auch fertig. Es war zunächst bei Schmiedemeister Hecker in Vörden in Auftrag gegeben. Da dieser schon Arbeiten kostenlos ausgeführt hatte und sich auch Schmiedemeister Lange aus Vörden bereit erklärte, das Kreuz unentgeltlich zu liefern, bekam er nach Absprache mit Herrn Hecker den Auftrag.

So wurde das Turmkreuz am heutigen Tage auf dem Turm befestigt.

August 1952

Im August wurde der Turm fertiggestellt und mit dem Dachdecken begonnen. Da die Dachdecker recht langsam voran kamen, war das Dach erst Ende August bis auf den First fertig.

15. Juli 1952

Heute wurde mit dem Richten begonnen.

Am heutigen Tage kam es zu einem großen Unglück. Am Nachmittag gegen halb 3 waren alle Balken bereits gelegt und die erste Hälfte des Dachstuhls stand. Beim Heraufreichen einer Mittelfette kam der Dachstuhl ins schwanken und viel um. Anton Ahrens aus Altenbergen stürzte ab und brach sich ein Bein. Franz Karlheim wurde hierbei eingeklemmt und erlitt Prellungen und eine Rückgratverletzung. Beide wurden vom herbeigerufenen Arzt Dr.Willi Berendes ins Krankenhaus Höxter eingewiesen.

Unter größter Sorgfalt wurde trotzdem zaghaft weitergearbeitet. So wurde noch am Abend der gesamte Dachstuhl und der untere Teil des Turmgerüstes fertiggestellt.

Aufgrund des Unglücks wurde nicht wie beschlossen ein Richtfest gefeiert, sondern 2 Tage später lediglich eine Flasche Bier getrunken.

Mitte Juli 1952

Der Neubau ist fertig zum Richten. Der Zimmermeister Werner Seck Eilversen hatte das Holz hergerichtet. Die Türgewänder und Rundfenster wurden bei der Firma Helmarshausen in Auftrag gegeben.

24. Juni 1952

Heute wurde mit dem Mauern begonnen.

11. Mai 1952 Grundsteinlegung

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Heute wurde der Platz geweiht und der Grundstein mit Urkunde wurde ins Mauerwerk eingelassen.

9. und 10. Mai 1952

Der Kirchplatz wurde geebnet und der Innenraum der Kapelle aufgefüllt.

29. März 1952

Die vorläufige Baugenehmigung wurde erteilt.

21. März 1952

Heute wurde mit dem Ausschachten begonnen. Da alle Familien sich beteiligten, konnten die Grundmauern schon nach 3 Tagen fertiggestellt werden. Bis hier wurden alle Arbeiten kostenlos ausgeführt. Da es schwierig war, behauene Blendsteine zu bekommen, kaufte Franz Karlheim rohe Bruchsteine, die dann hier selbst behauen wurden.

20. März 1952

Franz Karlheim wickelte den Bau ab.

2. Januar 1952

Aufgrund des Neubaus einer Kapelle wurde eine Versammlung einberufen.Hier wurde der Wille zum Neubau einer Kapelle nochmals bestätigt. In der nächsten Zeit wurden Entwürfe gemacht und die Baugenehmigung beantragt.

1952-1953

1952-1953 baute die Gemeinde eine neue Kapelle an einem anderen Standort.

1877/78

1877/1878 wurde in Hohehaus die erste Kapelle gebaut. Am 6. August 1878 weihte man sie auf den Namen Maria Schnee.
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Alte Bräuche

Solange es in Hohehaus eine Kapelle gab, wurde hier ein bis zweimal wöchentlich eine hl. Messe gehalten. Bis zum Jahr 1967 war es Brauch, dass derjenige, für den das Messopfer dargebracht wurde, den Pastor oder Vikar beköstigen musste.

An den Patronatsfesten waren gewöhnlich 3 Geistliche zu versorgen. Dieses ging in der Reihenfolge der Hausnummern vor sich. Auch dieser Brauch wurde 1967 durch die Patres abgeschafft.

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