Ehrenmal

Im Oktober 1948 wurde durch den Bürgermeister Johannes Ostermann eine Bürgerversammlung einberufen. Hier wurde über die Errichtung eines Friedhofkreuzes und eines Ehrenmals beraten. So kam es, dass in den folgenden Wochen verschiedene Ehrenmale besichtigt und Prospekte eingeholt wurden. Der Entwurf der Administration der Sollinger Steinbrüche (Kostenvoranschlag 2000,-DM ) fand auf der einberufenen Versammlung am 10.12.1948 allgemeine Zustimmung. Zur Errichtung verpflichteten sich alle Familien pro Morgen 2,-DM zu zahlen. Etwa noch fehlende Beträge sollten durch Spenden aufgebracht werden.

Während der Wintermonate 1948/1949 wurde die Erde für den Hügel, auf dem das Kreuz errichtet werden sollte, angefahren.

Anfang Juni 1949 wurde die Fertigstellung des Materials gemeldet. Die Bürger Grothe und Potthast erklärten sich bereit die Steine aus den Brüchen abzuholen. Mit einem Lanz Bulldock 20PS und einem eisenbereiften Ackerwagen wurden die Steine aus Holzminden geholt. Auf der Rückfahrt brannte der Glühkopf des Treckers durch. Nach längerer Zeit und manchem Fußweg wurde der Glühkopf, da kein neuer zu beschaffen war, durch Herrn Raute in Höxter geschweißt (er hielt danach noch ein Jahr). Nachdem es endlich weiter ging, kam das nächste Unglück an der Mönchsmühle in Höxter. An einem Wagenrad hatte sich der Eisenreifen gelöst. Er konnte aber mit großer Mühe mit viel Draht und vielen Nägeln notdürftig befestigt werden. So kam man am späten Abend wieder in Hohehaus an.

In den folgenden Wochen stellte man nach Angaben der Firma das Fundament her.

Bis hierhin wurden alle Arbeiten unentgeltlich durch die Bürger von Hohehaus entrichtet.

Das Kreuz wurde nun durch die Hersteller-Firma aufgestellt. Alle anderen Aufbauarbeiten führte der hiesige Maurermeister Franz Karlheim nach Zeichnung aus.

Ende Juli 1949 wurde die Anlage fertiggestellt. Die Baukosten beliefen sich auf 2180,- DM.

Am Patronatsfest „Maria Schnee“, den 5.August 1949, wurde die Anlage durch den pfarrgeistlichen Pfarrer Hesse und Vikar Voßhagen sowie einen Geistlichen Rat aus Schlesien , feierlich geweiht.

Seit dieser Zeit wird an hier am Friedhofskreuz zu den Patronatsfesten der sakramentale Segen gespendet.

Zu den Schützenfesten der St. Michael Schützenbruderschaft Hohehaus wird hier der Toten gedacht und ein Kranz niedergelegt. Abgerundet wird dieser Festakt mit dem großen Zapfenstreich.

2009

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Etwa 1950

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